Archiv der Kategorie: Erfahrungsbericht

Überlebenszeichen: Tätowierungen nach Krebs

elijahssong / Pixabay

Tätowierungen liegen im Trend. In Deutschland sind rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren inzwischen tätowiert. Auch viele Krebsüberlebende entscheiden sich für eine Zeichnung auf der Haut – und ihre Gründe sind vielfältig.

Ein Erfahrungsbericht von Nancy, Überlebende von Gebärmutterhalskrebs

geralt / Pixabay

Meine OP-Narbe ist gut 20 cm lang. Sie fängt am Bauchnabel an und führt geradeaus durch die Mitte zum Schambein, wo sie dann einen kleinen Schlenker nach rechts macht. Als ich nach der Betäubung wieder zu mir kam und die Verwüstung meines Unterleibs zum ersten Mal sah, fand ich alles, aber alles, hammermäßig genial. Ich lebte noch! Der Tumor war weg!! Sie hatten mich wie ein Spannferkel aufgeschlitzt und mit 25 Heftklammern wieder zusammengetackert!!! Wie punk war das denn? Jetzt hatte ich einen Reißverschluss am Bauch. Und wäre es nicht unglaublich witzig, so ein Reißverschluss-Schieber-Dings am oberen Ende tätowieren zu lassen? Genau das wollte ich. Zum Glück gibt es keine Tätowierstudios in der Charité. (Tätowiert wird da schon, aber mehr dazu später.)

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Kunst als beste Medizin

(c) Caroline Kambach

„Hör auf zu denken, mach einfach!“

von Caroline Kambach

Wie kommt man von Krebs zu Kunst? Unser Mitglied Caroline berichtet aus ihrer Erfahrung … und von ihrer ersten  Ausstellung

Der heiße Sommer 2015 – und ich mitten in der Kombi-Therapie aus Chemo und Bestrahlung. In mir herrschten Müdigkeit und Chaos. Dieses Nichtstun, Nichts-tun-können – was mache ich bloß den ganzen Tag und wie bekomme ich meinen Kopf frei? Weiterlesen

Ein wichtiger Schritt: Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs

TheusiNo / Pixabay: „Eine Krebsdiagnose stellt das Leben auf den Kopf. Der Kopfstand bietet aber auch durchaus neue Perspektiven!“

Interview mit einer früheren ZinsA Workshop-Teilnehmerin

Es ist wieder soweit! Am Donnerstag, den 15. Februar 2018, startet unsere  Workshop-Reihe „Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs“ (ZinsA)  mit einer kostenlosen Informationsveranstaltung im Haus der Berliner Krebsgesellschaft.

Aber was erwartet euch bei den Workshops? Rike war letztes Jahr dabei. In diesem Beitrag erzählt sie, was sie aus den Workshops mitgenommen hat und wie es für sie danach weiterging.
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Babybauch und Chemoglatze

Gastbeitrag einer metastasiert schwangeren Krebspatientin

„Mama, ist Deine Brust immer noch krank?“ Die Worte unseres Sohnes Matthis* ließen mich innerlich zusammenzucken. Ich nahm Matthis in den Arm und schloss meine Augen, um mich ganz auf ihn zu konzentrieren. Was sollte ich sagen? Ich wich der Frage aus und meinte nur: „Matthis, noch ist die Brust krank, aber sie wird wieder gesund werden…“ Matthis strahlte. Herrje, er war noch nicht einmal 3 Jahre alt. „Reiß Dich zusammen“, sagte ich zu mir selbst. Matthis löste sich aus der Umarmung, hüpfte fröhlich zu seinem Spieltisch, schnappte sich aus seinem Arztkoffer das Stethoskop und kam fröhlich zu mir zurück. „Mama, ich mache Dich wieder gesund!“

Matthis wusste bereits, dass er einen Bruder bekommen wird. Ich war das zweite Mal schwanger. Matthis wusste aber auch, dass ich krank war…

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„Viel haben Sie ja nicht verloren!“

Über den Umgang mit meiner Brustamputation

Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich meine Brüste liebe – bis ich mich von einer trennen musste. Maxie Wander schrieb, sie habe diejenige Brust verloren, die sie lieber mochte. Hatte ich eine lieber als die andere, hatte ich sie überhaupt lieb? Das habe ich mich nie gefragt, bis ich eine hergeben musste. Hergeben? Wem geben? Dem Krebsgott opfern? Dem Pathologen, der sie scheibchenweise konserviert. Weiterlesen