Charité forscht über Konzentrationsstörungen bei Brustkrebspatientinnen

Keine Ahnung – daran erinnere ich mich nicht

Das Studienteam (v.l.n.r.): Von links nach rechts: Kimberley Farmer, Timo Strönisch, Prof. Dr. Carsten Finke, Frederik Bartels

Das Studienteam (v.l.n.r.): Von links nach rechts: Kimberley Farmer, Timo Strönisch, Prof. Dr. Carsten Finke, Frederik Bartels

Wer von uns kennt das nicht: ein Name ist uns entfallen, wir finden ein Wort nicht, im Kopf herrscht ein großes Durcheinander. Viele Krebsüberlebende kämpfen mit Konzentrationsstörungen und Einschränkungen des Gedächtnisses. Daher rufen wir alle Brustkrebspatientinnen auf, an der Studie der Charité zu kognitiven Einschränkungen teilzunehmen. Von den Ergebnissen können wir nur profitieren!

Sie wird in Kooperation mit der Klinik für Gynäkologie durchgeführt, hier federführend von Frau Dr. Bangemann. Hintergrund ist, dass in einer ersten Studie gesehen wurde, dass bei 25% der Mammakarzinom-Patientinnen (aber auch bei anderen Tumorpatienten) neuronale Antikörper nachweisbar sind.

Diese Antikörper sind gegen Gehirnstrukturen gerichtet  – in diesem Fall gegen den NMDA-Rezeptor, der eine zentrale Rolle für das Gedächtnis spielt. Aus anderen Untersuchungen ist bekannt, dass diese Antikörper mit kognitiven Defiziten einhergehen; womöglich besteht auch ein Zusammenhang zum sog. Chemobrain.

Die Studienteilnehmerinnen werden neurologisch untersucht und neuropsychologisch (Aufmerksamkeit, Gedächtnis etc.) getestet. Zudem wird Blut abgenommen und auf Antikörper untersucht. Insgesamt dauert die Teilnahme an der Studie ca. 90 Minuten. Alle Teilnehmerinnen erhalten die Ergebnisse der neurospychologischen Diagnostik per Post.

Bis Mitte 2016 könnt Ihr noch teilnehmen. Bitte meldet Euch bei
Kognition-tumor@charite.de

Ansprechpartner: Frederik Bartels

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Ein Gedanke zu „Charité forscht über Konzentrationsstörungen bei Brustkrebspatientinnen

  1. Petra Freder

    Habe gerade von der Studie gelesen. Habe auch Brustkrebs gehabt und leide unter Konzentrationsstörungen und Vergeßlichkeit.
    Gibt es schon Ergebnisse zu der Studie?
    Freundliche Grüße ausw Bad Salzuflen

    Antworten

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