Versorgungslücke bei Spätfolgen nach Krebstherapie

Im Überleben allein gelassen

Dank des medizinischen Fortschritts überleben immer mehr Menschen ihre Krebserkrankung. Erst langsam zeigt sich, dass auch Jahrzehnte nach der Therapie Spätfolgen auftauchen können. Bei manchen Langzeitüberlebenden ist das Herzinfarktrisiko erhöht, sowie das Risiko an Zweittumoren, beispielsweise Brust- oder Lungenkrebs, zu erkranken. Das Wissen darüber ist bisher, selbst unter Ärzten, wenig verbreitet. Langzeitüberlebende finden kaum Ansprechpartner für ihre Spätfolgen. Dr. Thorsten Langer, Oberarzt, Uni Erlangen, und einer der wenigen Spezialisten für Spätfolgen nach Krebs, weist in einem Artikel bei Zeit online auf die Versorgungslücke in Deutschland hin.

  1. Seite 1 Im Überleben alleingelassen
  2. Seite 2 Auf Langzeitüberlebende ist das Gesundheitssystem nicht eingestellt
  3. Seite 3 Mögliche Spätschäden sollten schon bei der Krebstherapie berücksichtigt werden
  4. Seite 4 Für eine zuverlässige Langzeitbetreuung fehlen die Mittel

Weitere Info zum Thema Spätfolgen nach Krebs:

Die onkologischen Spitzenzentren kümmern sich in Deutschland um Diagnose, Therapie und zunehmend auch um die Nachsorge. Außerdem legen sie einen Schwerpunkt auf die psychoonkologische Betreuung.

Individuelle Nachsorgepläne bietet die US Amerikanische Website von OncoLink. Nach Eingabe der persönlichen Diagnose und den erhaltenen Therapien in die online Datenbank erfolgen Hinweise auf mögliche Spätfolgen.

Eine allgemeine Liste möglicher Spätfolgen steht auf der Patientenseite der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie ASCO.

Spätfolgen nach Krebs – Wie geht es den Überlebenden?
Manuskript des Radiobeitrags vom Deutschlandfunk am 12.1.2014

 

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Ein Gedanke zu „Versorgungslücke bei Spätfolgen nach Krebstherapie

  1. Marei

    Ich habe mit 14 Jahren ein Hodgkin Lymphom gehabt. Nun habe ich mit 34 Jahren ein Mamma Ca bekommen. Ich habe noch von der Behandlung damals mit den Folgen zu kämpfen. Durch die Behandlung des Zweittumors ist es natürlich nicht besser geworden. Aber keiner kann einem wirklich helfen und keiner steht wirklich hinter einem. Ich habe seid 1994 mit Fatigue und mit Depressionen zu kämpfen. Vor ein paar Jahren hatte ich ein Burn Out, weil mir die Arbeit zu viel wurde. Nun habe ich Erwerbsminderungsrente beantragt. Bis vor kurzem wusste ich noch nicht mal, dass es so etwas gibt, sonst hätte ich sie schon viel früher beantragt.
    Selbst die Ärzte können einem bei den Spätfolgen nicht weiter helfen und nehmen einen teilweise noch nicht mal ernst! Ich komme mir oft vor wie ein Simulant..
    Auf jeden Fall ist das Leben mit Fatigue und Depressionen kein einfaches, oft habe ich das Ganze einfach satt..

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