Schlagwort-Archive: Brustkrebs

Babybauch und Chemoglatze

Gastbeitrag einer metastasiert schwangeren Krebspatientin

„Mama, ist Deine Brust immer noch krank?“ Die Worte unseres Sohnes Matthis* ließen mich innerlich zusammenzucken. Ich nahm Matthis in den Arm und schloss meine Augen, um mich ganz auf ihn zu konzentrieren. Was sollte ich sagen? Ich wich der Frage aus und meinte nur: „Matthis, noch ist die Brust krank, aber sie wird wieder gesund werden…“ Matthis strahlte. Herrje, er war noch nicht einmal 3 Jahre alt. „Reiß Dich zusammen“, sagte ich zu mir selbst. Matthis löste sich aus der Umarmung, hüpfte fröhlich zu seinem Spieltisch, schnappte sich aus seinem Arztkoffer das Stethoskop und kam fröhlich zu mir zurück. „Mama, ich mache Dich wieder gesund!“

Matthis wusste bereits, dass er einen Bruder bekommen wird. Ich war das zweite Mal schwanger. Matthis wusste aber auch, dass ich krank war…

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Charité forscht über Konzentrationsstörungen bei Brustkrebspatientinnen

Keine Ahnung – daran erinnere ich mich nicht

Das Studienteam (v.l.n.r.): Von links nach rechts: Kimberley Farmer, Timo Strönisch, Prof. Dr. Carsten Finke, Frederik Bartels

Das Studienteam (v.l.n.r.): Von links nach rechts: Kimberley Farmer, Timo Strönisch, Prof. Dr. Carsten Finke, Frederik Bartels

Wer von uns kennt das nicht: ein Name ist uns entfallen, wir finden ein Wort nicht, im Kopf herrscht ein großes Durcheinander. Viele Krebsüberlebende kämpfen mit Konzentrationsstörungen und Einschränkungen des Gedächtnisses. Daher rufen wir alle Brustkrebspatientinnen auf, an der Studie der Charité zu kognitiven Einschränkungen teilzunehmen. Von den Ergebnissen können wir nur profitieren!

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„Viel haben Sie ja nicht verloren!“

Über den Umgang mit meiner Brustamputation

Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich meine Brüste liebe – bis ich mich von einer trennen musste. Maxie Wander schrieb, sie habe diejenige Brust verloren, die sie lieber mochte. Hatte ich eine lieber als die andere, hatte ich sie überhaupt lieb? Das habe ich mich nie gefragt, bis ich eine hergeben musste. Hergeben? Wem geben? Dem Krebsgott opfern? Dem Pathologen, der sie scheibchenweise konserviert. Weiterlesen

Krebs als Schangse (frei nach Robert Gernhardt)

Ein Erfahrungsbericht

Antranias / Pixabay

Ich habe große Probleme mit diesem „Krebs als Chance“-Begriff. Klar sind daraus auch positive Veränderungen entstanden, aber der Preis ist mir zu hoch. Im Grunde ist Krebs nur Scheiße. Auch die Theorien über Selbstheilung ärgern mich maßlos. Wenn es heißt, Selbstheilung sei möglich, steht doch auf der anderen Seite der Medaille die Schuld.  Weiterlesen

Sandra Wöhe – Fünf Jahre danach

Sandra Wöhe – Fünf Jahre danach, konkursbuch 2014

Zwei Freundinnen treffen sich in einem italienischen Straßencafé und sprechen über die ersten fünf Jahre nach ihren Krebsdiagnosen (Brustkrebs und Schilddrüsenkrebs), ihren Umgang mit Fatigue, Konzentrationsschwierigkeiten, ihren lesbischen Liebesbeziehungen, und sie schmieden berufliche und private Zukunftspläne. Weiterlesen