Fatigue – Erschöpfungssyndrom nach Krebs

Lust aber keine Kraft

Was ist die krebsbedingte Fatigue? Wodurch unterscheidet sie sich von der Depression? Und welche Bewältigungsstrategien haben sich bewährt? Mit diesen Fragen haben wir uns am 19. September 2017 in unserer Selbsthilfe befasst. von Susannah

Die Beeinträchtigungen und Herausforderungen einer krebsbedingten Fatigue zu kommunizieren – ob im Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder sogar beim Arztbesuch – fällt schwer. Man hat ja den Krebs überstanden und sieht wieder gesund aus. Und doch ist man chronisch erschöpft und ausgelaugt, muss Termine absagen und leidet unter der verminderten Leistungsfähigkeit. „Ja, ich bin auch müde,“ kommt oft die Reaktion. Oder „geh einfach mal etwas früher ins Bett!“

So einfach zu lösen ist die Fatigue allerdings nicht: Oliver Özöncel, Psychoonkologe bei der Berliner Krebsgesellschaft, erklärt, die Fatigue sei dadurch gekennzeichnet, dass die Erschöpfung nicht im Verhältnis zur Anstrengung stehe und daher nicht durch Schlaf oder Erholung auszugleichen ist.

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Babybauch und Chemoglatze

Gastbeitrag einer metastasiert schwangeren Krebspatientin

„Mama, ist Deine Brust immer noch krank?“ Die Worte unseres Sohnes Matthis* ließen mich innerlich zusammenzucken. Ich nahm Matthis in den Arm und schloss meine Augen, um mich ganz auf ihn zu konzentrieren. Was sollte ich sagen? Ich wich der Frage aus und meinte nur: „Matthis, noch ist die Brust krank, aber sie wird wieder gesund werden…“ Matthis strahlte. Herrje, er war noch nicht einmal 3 Jahre alt. „Reiß Dich zusammen“, sagte ich zu mir selbst. Matthis löste sich aus der Umarmung, hüpfte fröhlich zu seinem Spieltisch, schnappte sich aus seinem Arztkoffer das Stethoskop und kam fröhlich zu mir zurück. „Mama, ich mache Dich wieder gesund!“

Matthis wusste bereits, dass er einen Bruder bekommen wird. Ich war das zweite Mal schwanger. Matthis wusste aber auch, dass ich krank war…

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Kommunikation zwischen Ärztinnen und Patienten – Workshop in Berlin

Gut verstanden und versorgt

Die Diagnosemitteilung: „Sie haben Krebs.“ ist sowohl für den Arzt als auch die Patientin eine der schwierigsten Situationen überhaupt. Wir können uns vermutlich alle noch daran erinnern und wissen genau, was gut und was schief gelaufen ist.

Wie gut wir mit unseren Ärzten reden können, beeinflusst den Verlauf der gesamten Therapie: Empfinden wir die Therapie als unseren Verbündeten oder als einen Feind? Wie offen und ehrlich können wir mit unseren Ärztinnen über unsere Sorgen und Ängste sprechen? Fühlen wir uns verstanden? Beziehen sie uns in die Therapie und Nachsorge mit ein? Spüren wir Verantwortung für unser eigenes Wohlbefinden?

Wie uns Ärzte in dieser schweren Zeit begegnen, ob sie uns – nach unserem Empfinden – als Person oder als Fall wahrnehmen, kann uns stärken, oder uns viel Kraft kosten.

Am 22. Juni 2017 tauschen wir uns in einem Workshop über unsere Erfahrungen aus. Wir wollen herausfinden, wie wir uns selbst stärken und den Kontakt zu den Ärztinnen für uns heilsam gestalten können. Mehr Info hier.

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Armut nach Krebs – Studie der Alice Salomon Hochschule

Schlimmer als Krebs

martaposemuckel / Pixabay

Die finanziellen Ängste und Sorgen empfinden viele von uns oft als schlimmer als die Erkrankung selbst. Viele müssen sich frühberenten lassen und kommen mit ihrer niedrigen Rente kaum über die Runden. Um einen Eindruck über die Situation Krebskranker zu gewinnen, führen das Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF), die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) mit Unterstützung von Krebsberatungsstellen und Selbsthilfegruppen eine anonyme Befragung von Betroffenen durch.

Link zur Teilnahme an der Studie: hier

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Arbeiten nach Krebs – Workshop-Reihe startet am 16.3.2017

Berufliche Reorientierung nach Krebs

Den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben empfinden wir Krebsüberlebenden als sehr herausfordernd: Wir müssen den Schock der Diagnose und die Folgen der Therapie verarbeiten, unsere neuen Grenzen der Belastbarkeit erkennen und uns gleichzeitig wieder in Alltag und Berufsleben zu Recht finden. Dabei beschäftigen uns viele Fragen:

  1. Wo stehe ich jetzt? Wo will ich hin?
  2. Wo finde ich umfassende Informationen zum Thema Wiedereinstieg in den Beruf?
  3. Wie belastbar bin ich?
  4. Wie kommuniziere ich meine eingeschränkte Belastbarkeit?
  5. Wie bewerbe ich mich mit eingeschränkter Belastbarkeit?

Am 16. März 2017 beginnt die achtwöchige Workshop-Reihe „Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs“ (ZinsA), die wir bereits zum sechsten Mal in Berlin durchführen. Gemeinsam mit Expertinnen der Bildungseinrichtung KOBRA versuchen wir, einen Weg zu finden, wie es nach oder mit Krebs beruflich weiter gehen kann. Auch außerhalb der Workshop-Reihe bieten wir, im Rahmen der Treffen unserer Selbsthilfegruppe, Raum für persönlichen Austausch und Weiterentwicklung im beruflichen Alltag. Und neben den Workshops bieten die KOBRA Referentinnen Beratung im persönlichen Gespräch.

Jeder Workshop-Termin ist einzeln buchbar. Wir empfehlen Euch aber, möglichst an allen Workshops teilzunehmen. Nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen, sondern auch der Austausch mit anderen Betroffen ist sehr hilfreich.

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