Qualitätsverbund CARES (QV-CARES) sichert und untersucht die Beratungsqualität zum (Wieder-)Einstieg und Verbleib im Arbeitsleben
Nach anstrengenden Monaten mit OP und/oder Krebstherapien kehren die Kräfte der Krebspatient*innen Stück für Stück zurück, die Reha hat körperlich und seelisch gestärkt und das Allgemeinbefinden sich weiter verbessert. Mit viel Vorfreude geht es zurück ins alltägliche Leben. Auch der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben steht bei vielen an.
Doch was ist mit den Herausforderungen, die die berufliche Situation mit sich bringt und die sehr unterschiedlich sein können? Die Situation am Arbeitsplatz ist oft individuell und viele Patient*innen sorgen sich um ihre Leistungsfähigkeit. Auf einmal merkt man die Anstrengungen der vergangenen (Krebs-)Zeit: das Leben und der Energiehaushalt sind doch anders geworden… Häufig sind mit dem Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vielfältige Fragen verbunden: Was ist ein BEM? Wie geht die stufenweise berufliche Wiedereingliederung mit dem Hamburger Modell? Wie schnell soll ich meine Arbeitsstunden steigern? Nach der Wiedereingliederung einen Acht-Stunden-Tag arbeiten – schaffe ich das? Welche Rechte und Pflichten habe ich überhaupt?
Unterstützung und Beratung dazu gibt es bundesweit bei den Berufslots*innen der teilnehmenden Krebsberatungsstellen.
Qualitätsgesicherte Beratung durch QV-CARES
Seit 2022 wurden Berufslots*innen im Rahmen der CARES-Studie (cancer rehabilitation support by cancer counselling centers) qualifiziert. Begleitend wurden die Machbarkeit und die Beratungsqualität von einem Forschungsteam evaluiert.
Berufslots*innen sind speziell fortgebildet, um Euch zu Euren beruflichen Themen mit und nach einer Krebserkrankung intensiv beraten zu können. Die Beratung umfasst meist mehrere Termine und kann individuell unterschiedlich lange dauern.
Beratungsthemen können sein:
- berufliche Wiedereingliederung
- sozialrechtliche Rahmenbedingungen
- Rehabilitation und Rente
- Existenzsicherung, finanzielle Sicherung
- Grad der Behinderung
- weitere Unterstützungsmöglichkeiten (z.B. psychologische Beratung)
- und vieles mehr…

Die oben abgebildete Deutschlandkarte mit den teilnehmenden Beratungsstellen hilft, die für Euch regional erreichbare Krebsberatungsstelle zu finden. Unten findet Ihr zudem die Kontaktdaten der Beratungsstellen aufgelistet.
Um die Beratung gezielt weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse von Krebsbetroffenen anzupassen, gibt es eine begleitende Studie. Wir möchten Euch die Teilnahme ans Herz legen. Abgefragt werden zu Beginn und sechs Monate nach Beginn der Beratung Deine Lebens- und Gesundheitssituation sowie Deine Erwartungen und Deine Zufriedenheit mit dem Angebot.
Die Beratungsprozesse werden fachlich durch die kollegiale Fallberatung der Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit in der Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. kontinuierlich begleitet. Damit erfüllen die beteiligten Krebsberatungsstellen spezifische Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., die die Beratung qualitätssichernd begleiten.
Die Rolle von Leben nach Krebs!
Wir von Leben nach Krebs! hatten innerhalb der CARES-Studie und des QV CARES vielfältige Aufgaben als Interessen- und Patientenvertretung. Wir waren u.a. an der Ausbildung der Berufslots*innen und Testung von Fragebögen beteiligt.
Solch große, mehrjährige Projekte gelingen nur in einem großen Team. Es wurde von der Deutschen Rentenversicherung Bund finanziell gefördert. Die Konsortiumspartner sind:
- federführend die Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
- in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln
- sowie Expert*innen der Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante psychosoziale Krebsberatung e.V. (BAK), der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), der Arbeitsgemeinschaft für Soziale Arbeit in der Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (ASO) und Leben nach Krebs! (LnK!).
Kontakt:
Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8, 14057 Berlin
info.qv-cares@krebsgesellschaft.de
Hier gehts zum Flyer des Projektes.

