Berufslots*innen in Krebsberatungsstellen: ein wertvolles Angebot für Krebspatient*innen

Wiedereingliederung nach Krebs: im Vordergrund ist ein unbesetzer Stuhl an einem Schreibtisch zu sehen

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Studie und Beratung zum (Wieder-)Einstieg und Verbleib im Arbeitsleben

Wenn nach oder während einer Krebserkrankung und  der damit verbundenen längeren Krankmeldung die Rückkehr ins Arbeitsleben ansteht, gilt es an vieles zu denken. Mitunter wissen wir als Patient*innen nicht, wie belastbar wir noch sind und müssen dies in der Zeit der Wiedereingliederung herausfinden. Oft haben sich Abläufe innerhalb der Firma verändert oder unser (Arbeits-)Platz ist inzwischen durch andere Mitarbeitende besetzt. Deshalb wünschen sich viele Betroffene mehr Unterstützung und Sichtbarkeit in den Wiedereingliederungsprozessen.

Im Rahmen der CARES-Studie wird von Oktober 2022 bis etwa Juni 2023 in verschiedenen Krebsberatungsstellen bundesweit ein erweitertes Beratungsangebot für Krebserkrankte im erwerbsfähigen Alter erprobt (ggf. auch länger). Dadurch sollen die Chancen für die Teilhabe am Arbeitsleben erhöht werden. Eine begleitende Studie untersucht die Machbarkeit der Umsetzung des zusätzlichen Beratungsangebotes. Nehmt bitte – bei Bedarf – teil oder leitet das Angebot an Interessierte weiter!

Worum geht es bei dem Beratungsangebot?

Wir als an Krebs erkrankte Menschen fragen uns, wie der (Wieder-)Einstieg in den Beruf gelingen kann:

  • Schaffe ich das noch?
  • Was müsste sich verändern, um weiterhin am alten Arbeitsplatz tätig sein zu können?
  • Wer ist in diesem Prozess der betrieblichen Wiedereingliederung für was zuständig?
  • Wie spreche ich über die Erkrankung und mögliche Leistungseinschränkungen?

Diese und weitere Fragen könnt Ihr in einem kostenfreien Beratungsprozess in einer der teilnehmenden Krebsberatungsstellen (siehe unten) klären und sehen, wo Ihr steht.

Warum gibt es das Beratungsangebot?

Im Rahmen der CARES-Studie (CARES – Cancer rehabilitation support by cancer counseling centers) wurden erfahrene Beratende zu Berufslots*innen ausgebildet, um eine intensivierte Beratung anbieten zu können. In ausgewählten Krebsberatungsstellen soll nun untersucht werden, inwiefern Ratsuchende dieses Unterstützungsangebot als hilfreich erleben.

Hintergrund

CARES ist eine von der Deutschen Rentenversicherung Bund geförderte Studie, die durch verschiedene Beteiligte umgesetzt und bundesweit in Krebsberatungsstellen durchgeführt wird:

  • die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Bonn (CHSR) – Leitung der Studie
  • die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) – Leitung der Studie
  • die Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante psychosoziale Krebsberatung e.V. (BAK)
  • die Arbeitsgemeinschaft für Soziale Arbeit in der Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (ASO)
  • die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
  • wir, die Interessenvertretung und Selbsthilfe für Krebsüberlebende im erwerbsfähigen Alter „Leben nach Krebs!“ e.V..

An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich an Erwachsene während oder nach einer Krebserkrankung, die Probleme bezüglich der Erwerbssituation und/oder Unterstützungsbedarf bei der beruflichen (Wieder-)Eingliederung oder dem Verbleib in der Arbeit haben. Auch Veränderungen wie z.B. Berufswechsel oder Selbstständigkeit können Thema sein.

Die Teilnahme ist während jeder Phase der Krebserkrankung möglich – von der Akutbehandlung, bis hin zur Phase der Nachsorge. Voraussetzung zur Teilnahme sind Deutschkenntnisse und die Bereitschaft, maximal drei Fragebögen auszufüllen. Für Euch entstehen keine Kosten!

Zur Studie und unserer Rolle

Die CARES-Studie untersucht, welche Unterstützungsangebote zum Wiedereinstieg ins Arbeitsleben von Ratsuchenden als hilfreich empfunden werden. Erfahrene Berater*innen werden zu Berufslots*innen ausgebildet, um eine passgenaue Beratung in 20 bundesweit verteilten Krebsberatungsstellen anbieten zu können.

Als Interessenvertretung sind wir an der Ausbildung der Berufslots*innen beteiligt und beraten ehrenamtlich bei der Ausgestaltung und Steuerung der Studie. Wir geben z.B. Feedback zu den entwickelten Fragebögen, zum Beratungsmanual und zum Info-Flyer.

Kontakt: 

Paula Heidkamp
Universitätsklinikum Bonn
paula.heidkamp@ukbonn.de

Clara Breidenbach
breidenbach@krebsgesellschaft.de

Ihr könnt Euch auch direkt bei den teilnehmenden Krebsberatungsstellen informieren und anmelden.

Psychosoziale Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige

Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Universitätsklinikum Leipzig

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W04103 LeipzigSachsen
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V.Paracelsusstraße 2306114 Halle (Saale)Sachsen Anhalt
Berliner Krebsgesellschaft e.V.Robert-Koch-Platz 710115 BerlinBerlin
Brandenburgische Krebsgesellschaft e.VCharlottenstraße 5714467 PotsdamBrandenburg
Hamburger Krebsgesellschaft e.V.Butenfeld 1822529 HamburgHamburg
Beratungsstelle Krebs und BerufGraf-Enno-Straße 2426603 AurichNiedersachsen
Bremer Krebsgesellschaft e.V.Am Schwarzen Meer 101-10528205 BremenBremen
Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.Klingenderstr. 1333100 PaderbornNRW

Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V.

Psychosoziale Krebsberatungsstelle Magdeburg

Leibnitzstraße 439104 MagdeburgSachsen Anhalt
Krebsberatungsstelle des Universitätsklinikums DüsseldorfMoorenstraße 540225 DüsseldorfNRW

Psychosoziale Krebsberatungsstelle

für krebserkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Heger Straße 7-949074 OsnabrückNiedersachsen
Psychosoziale Krebsberatung Köln, Haus Lebenswert e.V.Kerpener Straße 6250937 KölnNRW
Psychosoziale Krebsberatungsstelle Nordbaden, Uni HeidelbergIm Neuenheimer Feld 11069120 HeidelbergBaden-Württemberg
Krebsverband Baden-Württemberg e.V.Adalbert-Stifter-Straße 10570437 StuttgartBaden-Württemberg
Psychosoziale Krebsberatungsstelle TübingenHerrenbergerstr. 2372070 TübingenBaden-Württemberg
Psychosoziale Krebsberatungsstelle PforzheimKanzlerstr. 2-675175 PforzheimBaden-Württemberg
Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige, AWO Karlsruhe gGmbHKaiserstraße 160-16276133 KarlsruheBaden-Württemberg
Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V.Kleiner Exerzierplatz 1494032 PassauBayern
    

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Lust aber keine Kraft Was ist die krebsbedingte Fatigue? Wodurch unterscheidet sie sich von der Depression? Und welche Bewältigungsstrategien haben sich bewährt? Mit diesen Fragen

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