Archiv des Autors: Olivia

Start der ZinsA-Workshop-Reihe 2021

Der nächste Schritt

Foto: MabelAmber / Pixabay

Den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben empfinden viele Krebsüberlebende als größte Herausforderung nach Abschluss der Therapie. Daher freuen wir uns sehr, dass wir unsere beliebte ZinsA-Workshop-Reihe für Wiedereinsteiger*innen auch dieses Jahr zusammen mit KOBRA veranstalten können. Wir beginnen am 16. Juni 2021 mit einer Online-Veranstaltung zum Informieren, Fragen stellen und Austauschen, die für alle Interessierten offen ist. Wer noch nicht weiß, ob das Angebot passt, ist hier genau richtig.

Als kleine Vorschau, was Euch bei den Workshops erwartet, veröffentlichen wir gerne wieder einen Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin aus einer zurückliegenden Veranstaltungsreihe. Die Inhalte sind noch brandaktuell: Schon vor der Pandemie haben wir uns für das Home Office als flexibles Arbeitsmodell für Krebsüberlebende stark gemacht. In der Zwischenzeit ist mobiles und flexibles Arbeiten zum neuen Normalzustand geworden – ob dadurch mehr Vielfalt und Chancengleichheit gefördert wird, bleibt abzuwarten.

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Kreativ durch die Krise: Gesundheitsförderndes Schreiben

Kreatives Schreiben beflügelt die Fantasie. Unsere Autorin träumt davon, ein Schmetterling zu sein. (c) privat.

Was macht man an einem langen Novemberabend im Lockdown? Schreiben! Unsere Autorin berichtet von unserem Online-Selbsthilfetreffen im November 2020, in dem wir uns auf eine kreative Schreibreise begeben haben. Der Beitrag ist der erste in unserer neuen Reihe Kreativ durch die Krise. Unter diesem Motto veröffentlichen wir in Zukunft regelmäßig Beiträge, die davon berichten, wie man mit Kreativität und künstlerischem Ausdruck Krisensituationen besser bewältigen kann.

Wenn ich ein Tier wäre

Es ist Donnerstagabend, der letzte im November. Der neblig graue Tag senkt langsam sein Haupt, vergeht, wie jeder Tag in diesem Monat des neuerlichen Lockdowns, in diesem Jahr der ewigen Quarantäne, in dem für alle alles anders ist. Mir ist das vertraut, dieses anders. Ich habe es schon erlebt. Ich weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn von heute auf morgen das Leben auf dem Kopf steht und nichts mehr so ist, wie es einmal war. Ich weiß auch, wie man nach der Zeit des ungläubigen Kopfschüttelns und Nicht-Wahrhaben-Wollens gezwungen ist, das unabweislich Unerwünschte anzunehmen und irgendwie ins Leben zu integrieren. Ich kenne die Situation, in der es keine komfortable Lösung gibt, sondern nur einen Weg, den man unter größten Mühen und unter Verzeichnung herber Verluste gehen muss, am Ende nur noch getragen von der Hoffnung, dass es sich irgendwie auszahlen möge und man mit nichts Geringerem als seinem Leben davonkommt. Ich kenne dieses Leben im endlosen Lockdown, der nie zu enden scheint.

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Fritzie – der Himmel muss warten

Fritzie Kühne (Tanja Wedhorn) (c) ZDF/Britta Krehl

ZDF-Drama-Serie mit Tanja Wedhorn – von Barbara rezensiert

Ich dachte, ich hätte alles gelesen, alles gesehen, was sich mit dem Thema „Umgang mit der Krebsdiagnose“ beschäftigt. Und dann kam Fritzie, sensibel und radikal gespielt von der zauberhaften Tanja Wedhorn. Und gerade passend zu langen gemütlichen Sofa-Abenden in der Lockdown-Zeit ist die Sendung noch bis Oktober 2021 in der ZDF-Mediathek verfügbar.

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Virtuelle Krebsselbsthilfe wirkt – mit Eurer Unterstützung

Vier Möglichkeiten, wie Ihr uns helfen könnt

Wir hatten dieses Jahr eigentlich unser fünfjähriges Vereinsjubiläum feiern wollen. Blume 5 Jahre LnK!Ein großes Sommerfest war geplant: mit allen, die den Verein gegründet haben, sich innerhalb der Selbsthilfe austauschen und engagieren und mit denen, die uns – auch finanziell – unterstützen. Plötzlich stand wegen Corona alles Kopf. Aber als Krebsüberlebende wissen wir sehr gut, wie es ist, von heute auf morgen aus dem Leben gerissen zu werden. Und außergewöhnliche Zeiten bieten die Möglichkeit, mit kreativen Lösungen über uns hinaus zu wachsen. Das tun wir jetzt auch zu Corona-Zeiten.

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Geschluckt, gekämpft, geschafft. Und dann kam die Wut.

Hau das Auto!  Ein Erfahrungsbericht von Klara (40). 

Zerdeppert, verbogen, demoliert: Klara (40) hat ihre Wut an einem Schrottauto ausgelassen.

Das Leben kann einem schon ordentlich etwas abverlangen. Es kann einen auf eine Weise überfallen, mit der man nicht gerechnet hat und einem Aufgaben stellen, die man sich selbst nicht gestellt hätte. Ich hatte nicht damit gerechnet, die Diagnose Brustkrebs innerhalb von zehn Jahren zum zweiten Mal zu bekommen. Aber angesichts der Diagnose und Prognose auch nicht damit, dass ich diesen Artikel heute würde schreiben können. Ich hatte auch nicht damit gerechnet, wütend zu werden. Aber das wurde ich. Ein Schrottauto half, die Wut herauszulassen.

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