Archiv des Autors: Olivia

Introducing: U30 Krebsselbsthilfe für junge Menschen

Ein Interview mit Otto, Gründungsmitglied unserer U30-Gruppe

U30 & Krebs

Otto, Caro & Arndt

Mit 21 Jahren war Otto der Jüngste in der Runde als er im Mai das erste Mal zu unserem Stammtisch kam– das hat ihn aber nicht abgeschreckt! Er ist schnell unserem Verein beigetreten und hat gleich bei mehreren Veranstaltungen den Infostand betreut. Irgendwann erwähnte er, dass er gerne auch für junge Erwachsene mit Krebs eine Möglichkeit der Unterstützung schaffen wollte. Als er Arndt kennenlernte, entwickelten beide die Idee, eine eigene Gruppe für junge Erwachsene mit Krebs zu gründen. „Ich sah die Möglichkeit und ergriff sie“ sagt Otto. „Ich schlug Arndt vor, dass wir mit Leben nach Krebs! zusammenarbeiten, um die Idee umzusetzen.“ Wir haben Otto gefragt, wie es danach weiterging.

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Berlinelles blogen über ihr Leben nach Krebs – ein Gastbeitrag

© ThomasNeukumPhotography

© ThomasNeukumPhotography

Girls don’t cry – they get creative 

Wir sind drei Frauen aus Berlin, die 2015 die Diagnose hormonabhängigen Brustkrebs erhielten. Anne war zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alt und Mascha und Katja 38. Während der sechsmonatigen ambulanten Chemotherapie haben wir uns näher kennengelernt. Wir fanden uns aufgrund des fast gleichen Alters sympathisch und kamen schnell ins Gespräch. Wir merkten schnell, dass wir ein großes Bedürfniss nach Austausch und Informationen hatten, jenseits der knappen Erklärungen, die wir von den ÄrztInnen und Schwestern erhielten. Eine ganzheitliche Betrachtung der Krebserkrankung war uns von Anfang wichtig. Wir wollten auf keinen Fall unsere Lebensfreude als junge Frauen aufgeben und manche Dinge auch mal mit einem lachenden Auge sehen, anstatt frustriert und verzweifelt zu sein. Wir suchten eine ergänzende Ausdrucksform zu den bereits bekannten Magazinen und Beiträgen. Weibliches Selbstbewusstsein und ein ressourcenorientierter Blick auf die Erkrankung standen für uns von Anfang an im Vordergrund.

Nach Ende der Therapien beschlossen wir, einen Blog zu gründen, um unsere Sicht auf die Dinge und die Erkrankung zu verarbeiten und anderen Interessierten zugänglich zu machen. Auch jüngere Frauen bekommen immer häufiger die Diagnose Brustkrebs. Ihre Bedürfnisse und Blickwinkel sind oft andere als die von älteren Patientinnen. Bei uns stehen Themen wie Rückkehr in den Beruf, Kinderwunsch und Zukunftsperspektiven im Vordergrund. Neben diesen Themen wollen wir in unserem Blog aber auch die Bereiche Bewegung und Sport, Ernährung, psychologische Aspekte, aktuelle Entwicklungen und Lifestyle betrachten. In Interviews stellen wir Menschen, Organisationen oder Konzepte vor, die uns ansprechen und begeistern. Wir sprechen Probleme und Herausforderungen offen an und suchen nach Lösungen und Unterstützung. Neben den sachlichen Informationen sollen aber auch die Emotionen nicht zu kurz kommen. In ihrer monatlichen Kolumne gibt Mascha Einblick in ihre Erlebnisse und Gefühle im Alltag. Durch Gastbeiträge wollen wir unser Spektrum erweitern und den Blick nach außen richten. Über jede Form des Austausches und Rückmeldungen freuen wir uns, wollen uns jedoch nicht von negativen Energien einfangen lassen. Es ist uns ein Anliegen, positive Impulse zu setzen und realistisch zu bleiben.

Unser Logo wurde vom tollen Webdesigner Lucas Sesboüé entworfen . Dieses mischt den Spruch „wenn dir das Leben Zitrone gibt…“ mit der Grafik Zitronen, die an Brüste erinnern und weitere Impulse, wie z.B. die Kampagne der US-amerikanische Designerin Corrin Ellswoth Beaunont. Sie ist Gründerin der Organisation „World Wide Breastcancer“, welche die Initiative #knowyourlemons ins Leben gerufen hat. Brustkrebs kann sich durch vielfältige Symptome bemerkbar machen, die die meisten Frauen wohl erstmal nicht mit der Erkrankung in Verbindung bringen würden – etwa eine Delle in der Brust, eine eingezogene Brustwarze oder Veränderungen auf der Haut. Beaunont hat die Symptome mit Zitronen nachgestellt, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Halbe Zitrone erwähnen außerdem für uns die Narben und last but not least, veröffentlichte Beyoncé zu diesem Zeitpunkt ihr kraftvolles Album „Lemonade“. Aus diesem riesen Brainstorming ist unser Markenzeichen entstanden.

Seit der Diagnose sind inzwischen 3 Jahre vergangen. Das Leben von davor gibt es so nicht mehr, das Schicksal ist nicht umkehrbar. Diese Erkenntnis tut immer noch weh. Wir haben inzwischen unsere Arbeit wieder aufgenommen und versuchen, zu einem normalen Alltag zurückzukehren und das persönliche Glück zu finden mit dem Bewusstsein um unsere chronische Erkrankung und ihren körperlichen und psychischen Folgen.

Schaut doch mal vorbei auf berlinelles.com.

Anne, Mascha und Katja

Vielen Dank an den Berlinelles für diesen Gastbeitrag!

Zurück im Leben: German Cancer Survivors Day 2018

Konfrontation mit Krebs im Vorbeigehen

Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen an Krebs. (c) Simone Pareigis, SHG-Halle

Beim 4. German Cancer Survivors Day am 7. Juni 2018 im Berliner Sony Center sprachen alle über das Leben nach oder mit Krebs. Krebsüberlebende schilderten ihre Erfahrungen − und kamen mit Expert*innen und Politiker*innen ins Gespräch.  Leben nach Krebs! e.V. war natürlich auch vertreten − sowohl auf dem Podium als auch mit einem Infostand. In diesem Beitrag berichtet Otto, der zum ersten Mal dabei war und den Infostand betreut hat, von seinen Erfahrungen.

Was ist der German Cancer Survivors Day?

Alles begann mit der Youtube-Filmreihe Cancer Survivors – Ein Gespräch im roten Sessel, die die Deutsche Krebsstiftung 2016 produzieren ließ. Die Filme kamen so gut an und zeigten wie wichtig das Thema „Überleben“ ist , dass die Deutsche Krebsstiftung, die Initiative German Cancer Survivors gründete. Weiterlesen

German Cancer Survivors Day 2018

Wir engagieren uns beim 4. German Cancer Survivors Day

Wir können ein Lied davon singen: Auch wenn die Krebstherapie überstanden ist, heißt das längst nicht, dass alles wieder beim Alten ist. Jetzt geht es darum, die Erlebnisse zu verarbeiten, wieder mit der Familie und Freund*innen in den Alltag zu finden und den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu bewältigen.

Wie sich der Alltag durch den Krebs verändert und welche ganz persönlichen Strategien bei der Bewältigung der Krankheit helfen können, thematisiert der 4. German Cancer Survivors Day am 7. Juni 2018. Auf der Veranstaltung im Sony Center Berlin am Potsdamer Platz schildern Krebsüberlebende ihre persönlichen Erfahrungen − in Interviews und Gesprächen mit Expert*innen und Politiker*innen.

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The show must go on: Theater als Therapie bei Krebs

putevodnik / Pixabay

Ein theaterpädagogisches Projekt für Krebserkrankte 

Als Krebspatient*in fühlt man sich manchmal wie im falschen Film. Oder wie auf einer Theaterbühne … Eine neue Berliner Selbsthilfegruppe tauscht Erfahrungen, Gefühle und Gedanken aus und bringt sie dann gemeinsam auf die Bühne. Das Projekt wird vom Charité Comprehensive Cancer Center unterstützt und von der AOK finanziert und von der SEKIS Tempelhof-Schöneberg unterstützt. Wolltet ihr nicht schon immer auf die Bühne?! 

In diesem Gastbeitrag stellt die leitende Theaterpädagogin, die gern anonym bleiben möchte, das neue Projekt vor. 

Flow durch Theater

Theater, also Kunst  da stimme ich dem Beitrag von Caroline Kambach zu  ist die „beste Medizin“. So denke ich Theaterpädagogin und seit fünf Jahren an Krebs erkrankt auch. Theater zu spielen war für mich schon als Jugendliche die Möglichkeit, mich auszudrücken, Gefühle zu äußern und in den „Flow“ zu kommen: Momente intensiv zu erleben, die Welt drum herum mal zu vergessen und jemand anderer zu sein. Ganz einfach: mich glücklich zu machen und Spaß zu haben.

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