Archiv des Autors: Olivia

Fritzie – der Himmel muss warten

Fritzie Kühne (Tanja Wedhorn) (c) ZDF/Britta Krehl

ZDF-Drama-Serie mit Tanja Wedhorn – von Barbara rezensiert

Ich dachte, ich hätte alles gelesen, alles gesehen, was sich mit dem Thema „Umgang mit der Krebsdiagnose“ beschäftigt. Und dann kam Fritzie, sensibel und radikal gespielt von der zauberhaften Tanja Wedhorn. Und gerade passend zu langen gemütlichen Sofa-Abenden in der Lockdown-Zeit ist die Sendung noch bis Oktober 2021 in der ZDF-Mediathek verfügbar.

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Virtuelle Krebsselbsthilfe wirkt – mit Eurer Unterstützung

Vier Möglichkeiten, wie Ihr uns helfen könnt

Wir hatten dieses Jahr eigentlich unser fünfjähriges Vereinsjubiläum feiern wollen. Blume 5 Jahre LnK!Ein großes Sommerfest war geplant: mit allen, die den Verein gegründet haben, sich innerhalb der Selbsthilfe austauschen und engagieren und mit denen, die uns – auch finanziell – unterstützen. Plötzlich stand wegen Corona alles Kopf. Aber als Krebsüberlebende wissen wir sehr gut, wie es ist, von heute auf morgen aus dem Leben gerissen zu werden. Und außergewöhnliche Zeiten bieten die Möglichkeit, mit kreativen Lösungen über uns hinaus zu wachsen. Das tun wir jetzt auch zu Corona-Zeiten.

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Geschluckt, gekämpft, geschafft. Und dann kam die Wut.

Hau das Auto!  Ein Erfahrungsbericht von Klara (40). 

Zerdeppert, verbogen, demoliert: Klara (40) hat ihre Wut an einem Schrottauto ausgelassen.

Das Leben kann einem schon ordentlich etwas abverlangen. Es kann einen auf eine Weise überfallen, mit der man nicht gerechnet hat und einem Aufgaben stellen, die man sich selbst nicht gestellt hätte. Ich hatte nicht damit gerechnet, die Diagnose Brustkrebs innerhalb von zehn Jahren zum zweiten Mal zu bekommen. Aber angesichts der Diagnose und Prognose auch nicht damit, dass ich diesen Artikel heute würde schreiben können. Ich hatte auch nicht damit gerechnet, wütend zu werden. Aber das wurde ich. Ein Schrottauto half, die Wut herauszulassen.

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Das irrste Jahr meines Lebens

Sarah (41) macht sich Gedanken über ein Jahr mit dem Krebs und schreibt ihren Freund*innen …

Liebe Freund*innen,

heute vor einem Jahr war der Tag, an dem ich das lauteste Ticken einer Wanduhr je gehört habe. In der Uniklinik unterbrach es die Worte des Assistenzarztes.

TICK. TICK. TICK.

„Frau H., Ihr Befund aus der Biopsie ist übrigens da.“

TICK. TICK.

„Er ist leider nicht gutartig, muss ich Ihnen sagen.“

TICK.

Danach hörte ich erst mal nichts mehr.

Was dann folgte, war das irrste Jahr meines Lebens. Zwei Wochen von Diagnose bis Radikal-OP. Mein Baby von jetzt auf gleich abstillen, mich mit allen Eventualitäten auseinandersetzen, aus der Narkose aufwachen mit einem Körper, in dem nichts mehr ist wie vorher. Unvorstellbare  körperliche und psychische Zustände, Ängste, Wut, Schmerzen, Schläuche, Intensivstation, Betäubungsmittelrezepte, viel Hoffen und Bangen, nie geahnte Fremdbestimmung, Sehnsucht nach meinen Kindern, Warten, Pflegedienst, Haushaltshilfe, wochenlange Präsenz meiner Eltern, 4 Monate Rollstuhl und Krücken, Kampf mit Krankenkasse, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung: alles andere als Normalität.

Vor allem aber — und das ist es, was mich mit Glück erfüllt: Eure unfassbare Anteilnahme, Eure praktische und mentale Unterstützung aus Nah und Fern, Eure Blumen, Eure Briefe, Eure Gebete und die lieben Gedanken haben es mir möglich gemacht, mich in die Normalität zurück zu kämpfen. Es ist die reichste Erfahrung, die ich in meinem Leben machen durfte.

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New York: Die Stadt meiner Träume

Ein Traum geht nach 16 Jahren endlich in Erfüllung. Sabrina berichtet:

(c) privat

Ich habe es geschafft! Ja, ich habe es endlich geschafft, einen meiner größten Träume zu verwirklichen. 16 Jahre lang habe ich immer etwas, wenn auch nur einen kleinen Groschen, gespart, habe meine Träume und Wünsche nicht vergessen und nie aufgegeben, und habe  meine Gesundheit ununterbrochen angespornt, mir keinen weiteren Streich zu spielen.

Es war ja wohl auch genug, als ich jungspundige 22-Jährige 2003 die Diagnose „Hirntumor“ erhielt. Kaum war mir dieser erfolgreich entfernt worden, fand ich mich mit einer Halbseitenlähmung in einem Rollstuhl wieder.

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